Ist Rohkost gesünder als gekochtes Gemüse?
Nein, eine Studie britischer Wissenschaftler hat ergeben, dass gekochtes Gemüse mindestens ebenso gut vor einem Herzinfarkt schützen kann wie Rohkost. Als Wirkstoffe sind hier vor allem Carotin und Lycopin zu nennen, reichlich u.a. in Möhren und Tomaten enthalten. So geben zum Beispiel Tomatenmark oder Tomatenpüree den Herzinfarkt-Schutzstoff Lycopin wesentlich besser ab als die
ganzen, rohen Früchte.

Das gleiche gilt auch für Möhren. Das liegt darin, dass im rohen Zustand die harten Zellwände die Freisetzung der Wirkstoffe behindern. Durch das Kochen wird die Struktur der Zellwände aufgeweicht und die Wirkstoffe werden dadurch besser verfügbar. Eine tägliche warme Mahlzeit hat daher aus vielerlei Hinsicht ihren Platz im täglichen Speiseplan.

Bestimmte Nährstoffe sind erst durch Erhitzung der Speisen für den Körper verwertbar und verträglich, z.B. die Stärke in Kartoffeln.
Die Verwertung zahlreicher Nährstoffe wird für den Körper verbessert, z.B. Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A, das reichlich in Möhren enthalten ist.
Warme Mahlzeiten helfen, den Speiseplan nach den Regeln der DGE abwechslungsreich und vielseitig zu gestalten.
Die hygienische Sicherheit ist gewährleistet, z.B. auch bei Geflügel und Hühnereiern, da durch das Erhitzen der Speisen bestimmte krankheitserregende Keime wie z.B. Salmonellen ausgeschlossen werden.
Eine warme Mittagsmahlzeit sollte in Ruhe genossen werden. Hierbei stellt sich auch das natürliche Sättigungsgefühl ein.

Wussten Sie schon,…
eine abwechslungsreich zusammengestellte Kost mit einer täglichen warmen Mahlzeit gewährleistet am besten die ausreichende Versorgung mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen, wie z.B. Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe.